Buchwert Regionaltreffen in Hamburg 2025

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Meine Buchhandlung als Dritter Ort. Buchwert Regionaltreffen beim Rowohlt Verlag Hamburg bietet Austausch und neue Perspektiven

Am 09. November trafen sich 30 Buchhändlerinnen und Buchhändler zum Buchwert Regionaltreffen
in Hamburg. Zu Gast war man in diesem Jahr beim Rowohlt Verlag im Bieberhaus. Die schicken und
einladend gestalteten Räume waren perfekt geeignet für das Thema des Tages, zu dem Birgit
Stegner-Arez und Ingrid Winter, beide Regionalbetreuerinnen bei Buchwert, eingeladen hatten: Wie
sieht die Zukunftsvision meiner Buchhandlung aus? Wie schaffe ich einen Ort mit
Wohlfühlatmosphäre, der Menschen anzieht, inspiriert und langfristig bindet? Und welche
Maßnahmen versprechen wirtschaftlichen Erfolg?

Dass das Thema den Nerv der Zeit trifft, bestätigte auch Kristin Goos von der Angeliter Buchhandlung
in Satrup: „Ein topaktuelles Thema, absolut notwendig zu diskutieren.“

 

Impulse und Dialoge rund um den Dritten Ort

Stephanie Lange, erfahrene Vertriebsexpertin und Businesscoach, stellte das Konzept des „Dritten
Ortes“ vor – eines Ortes, der neben Familie und Beruf eine zentrale Rolle im Leben der Menschen
spielt: ein Raum der Begegnung, der zum Stöbern, Verweilen und Kaufen einlädt.

Im Gespräch mit Imke Schuster, Vertriebsleiterin bei Rowohlt und Johanna Schnorr, studierte
Betriebswirtin und Leiterin der Klosterbuchhandlung Maria Laach, wurden praxisnah Themen wie
Kundenbindung, Sichtbarkeit und Positionierung diskutiert. Dabei wurde deutlich, dass sich das Leseund Kaufverhalten spürbar verändert hat, Kundinnen und Kunden heute neue Erwartungen an
Buchhandlungen stellen – und diese mit passenden Konzepten darauf reagieren müssen.

Emotionen als Schlüssel zum Erfolg

„Menschen wollen berührt werden. Ein Dritter Ort zu sein bedeutet vor allem, Emotionen zu
wecken“, betonte Stephanie Lange. Voraussetzung dafür sei ein tiefes Verständnis der Zielgruppe –
ihrer Bedürfnisse, Wünsche und Einkaufsgewohnheiten. Wer seine Kund*innen kennt, kann sie
gezielt ansprechen und emotionale Bindung schaffen. Wird die Buchhandlung zudem durch
stimmungsvolle Beleuchtung, bequeme Sitzgelegenheiten und angenehmes Raumklima gestaltet,
entsteht ein lebendiger Treffpunkt, an dem Menschen gerne verweilen und konsumieren.
Aufenthaltsqualität, Service und Impulskäufe werden zu entscheidenden Erfolgsfaktoren – gerade in
Zeiten stagnierender Frequenzen.

Imke Schuster zeigte am Beispiel der Romance-Reihe KYSS, wie zielgruppengerechte CommunityBindung durch kreative Interaktion gelingt: „Wir sind überwältigt von der Resonanz auf unseren XRErlebnisraum Castle of KYSS, der Leserinnen ermöglicht, virtuell in ihre Lieblingsserie einzutauchen.“
Das Genre sei ein starker Umsatztreiber, so Schuster.

Auch Johanna Schnorr bestätigte die Bedeutung von Interaktion und emotionaler Ansprache. Sie hat
in Maria Laach die Räumlichkeiten nach den Prinzipien des Dritten Ortes gestaltet: „Kundinnen und
Kunden suchen in Buchhandlungen zunehmend Entschleunigung, Inspiration und Austausch. Wer
diese Bedürfnisse ernst nimmt, verkauft auch mehr.“ Neben der Belletristik entwickle sich das
Nonbook zu einem wirtschaftlichen Erfolgsfaktor – dank höherer Margen. Auch Buchwert hat diesen
Trend aufgegriffen und bietet mit „Nonbook easy“ einen besonderen Service an. Hier erhalten die
Partner-Buchhandlungen Zugang zu einer Auswahl an Nonbook-Lieferanten mit buchhandelsaffinen
Sortimenten – für noch mehr Inspiration, Individualität und Umsatz im Laden.

„Buchhandlungen sind weit mehr als Verkaufsorte. Sie sind lebendige Kulturorte – Dritte Orte – die
Menschen ein Gefühl von Heimat geben. Und sie dadurch langfristig an das Unternehmen binden“,
zog Birgit Stegner-Arez am Sonntagnachmittag ein hochzufriedenes Resümee der Veranstaltung.

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